Glossar   für Einsteiger in die DFUe-Technologie


Dieses Glossar ist vorrangig fuer neue Points gedacht, die mit den
Begriffen der DFUe-Welt nichts anfangen koennen. Das LifeNet ist
weitenteils nach Fido-Technik aufgebaut, daher sind in dieser Sammlung
viele Begriffe aus dieser erklaert. Da der Glossar erweitert wird,
tauchen in spaeteren Ausgaben auch Begriffe aus anderen Techniken auf.
Sendet mir gerne Ergaenzungen, auch allgemeiner Art. Claus-Peter
und ich erarbeiten gerade noch einen zweiten mit hardwarigen Begriffen.

[2U2] Teil des "YooHoo"-Handshakes, mit dem zwei Fido-Systeme
einander identifizieren. Der anrufende Node sendet "YooHoo",
der antwortende Node schickt "2U2" als Bestaetigung.

[aka] ["also known as"] eine oder mehrere Alias-Adresse(n)
eines Nodes.

[ARC] urspruenglich von System Enhancement Association (SEA) ent-
wickeltes Programm zur Kompression und Dekompression von
Files; wurde zum Synonym fuer - auch mit Hilfe anderer
Programme - komprimierte Files. Seit einem Rechtsstreit
zwischen SEA und PKware ("PKarc") im Sommer '88 wird ARC
kaum mehr verwendet, ist aber nach wie vor der Standard-Packer
fuer Nodelisten.

[Area] Nachrichtenbereich, auch Gruppe

[Areafix] Hilfsprogramm, das der Sysop eines Nodes zur auto-
matischen Aenderung seiner Echomail-Verteilerliste verwenden
kann.

[Artikel] Kurzform fuer News-Artikel im Internet, auch posting
(siehe dort)

[ASCII] American Standard Code for Information Interchange. Standar-
disierter 7-Bit-Zeichensatz; definiert die Codierung der Zei-
chen 00 hex bis 1F hex, die Ziffern 0 bis 9, die Buchstaben A
bis Z bzw. a bis f, Interpunktions- und Sonderzeichen

[Backbone](dt. Rueckgrat); System, auf dem - innerhalb eines
bestimmten Bereiches - die Echomail zentral zusammenlaeuft.
Der Begriff Backbone wird im Internet etwas anders verwendet.

[BackBoneRing] aehnlich dem Backbone, nur dass die Echomail
auf mehreren Hauptsystemen zusammenlaeuft und zwischen
diesen ausgetauscht wird. Siehe auch routen und routing.

[BBS] Bulletin Board System; hierzulande auch Mailbox genannt.

[bossnode] eine Mailbox, die Points mit Nachrichten versorgt.

[busy] Besetzt-Zeichen des Telefon, wird vom Modem im Klartext an
die Software gemeldet.

[bouncen], [Bouncemail] Zuruecksenden von unzustellbaren mails, bzw.
Benachrichtigung, das eine naeher bezeichnete mail nicht zustellbar
ist. Das kann passieren, weil sich z. B. die Adresse geaendert hat,
die alte nicht mehr gueltig ist. Darum sollten immer die aktuellen
Node- und Pointlisten verwendet werden (siehe Begriffe nodelist,
nodediff, Lifepoint)

[Carbon Copy] [CC] dt.: Durchschlag, siehe Crossposting

[carrier] Traegerfrequenz des Modems, auf die die zu uebertragenden
Signale moduliert werden.

[connect] wird vom Modem an die Software gemeldet, sobald eine Ver-
bindung hergestellt ist.

[cps] characters per second; im Zeitalter von High Speed-Modems ist
eine praezisere Angabe der effektiven Uebertragungsgeschwindig-
keit durch cps als durch Angabe der Baudrate moeglich.

[crash mail] dringende Express-Nachricht, die meistens unkomprimiert
direkt, ohne Routing, vom Node des Schreibenden an den Node
des Empfaengers geschickt ("gecrasht") wird. Fido Technik only.

[Crossposting] versenden einer mail an mehrere Empfaenger (auch Areas).
Bitte hierzu die LifeNet Netiquette lesen.

[cu] lautmalerisch fuer "See you", eine uebliche Abschiedsfloskel am
Ende von Messages.

[down] Ausser-Betrieb-Sein eines Nodes.

[Download-Bretter] anderer Name fuer File Areas. Dieses Feature der
Fido-Technik ermoeglicht es dem Point, sich beim Bossnode als
regelmaessiger Interessent an bestimmten Gruppen von Dateien
einzutragen, diese also zu abonnieren. Sofern in die bestellte Area
eine Datei vom System des Bossnode einsortiert wird, bekommt der
Point diese automatisch zugeschickt.

[Downlink] System, an das Nachrichten weitergeleitet und von dem diese
geschickt werden. Points sind zwar Downlinks, werden aber selten so
bezeichnet.

[Dupe] Nachrichten, die aufgrund eines technischen Fehlers mehrfach
verteilt werden (von 'duplicate'). Sehr aegerlich.

[Echo] Dasselbe wie Gruppe, newsgroup oder Brett. Dies ist ein
oeffentlich lesbarer Bereich im LifeNet

[Echomail] Fachwort fuer oeffentliche Nachrichten oder Artikel
Mailboxen aus verschiedenen Netzwerken nehmen an Nachrichten-
Konferenzen zu bestimmten Themen teil. Die Nachrichten eines
Sachgebietes (Nachrichtenbereich, "Area") werden von der Mailbox-
Software paketiert, zum Zweck der schnelleren Uebertragung
komprimiert und automatisch an die naechsten Nodes geschickt, die an
diesem Area teilnehmen ("geechot"). Damit ist es moeglich, z.B. mit
Menschen aus mehreren Staaten und unter Umstaenden aus
verschiedenen Kontinenten elektronisch ueber bestimmte Sachgebiete
Nachrichten auszutauschen, zu konferieren. Echomail-Nachrichten sind
grundsaetzlich oeffentlich, d.h. sie koennen von jedem Teilnehmer
gelesen werden. Der Begriff "Echomail" wurde 1986 von Jeff Rush,
einem Fido-Net-Sysop, gepraegt. Jeff Rush schrieb die erste fuer
FidoNet verwendbare Echomail-Software.

[efficiency] Angabe fuer die tatsaechlich erreichte Geschwindigkeit
bei Mail- oder File-Transfers. 100% efficiency sind gegeben,
wenn (Baudrate geteilt durch 10) und cps identisch sind.

[EMSI] verbessertes Verfahren beim Verbindungsaufbau zweier Fido
Systeme ("Handshake"). Allgemein gebraeuchlich.

[event] Ereignis; in diesem Zusammenhang: geplanter Punkt im taegli-
chen Ablauf der Mailer- oder BBS-Software. Mit Hilfe von
events wird das "Verhalten" der Mailer-Software gesteuert,
z.B. zu welcher Zeit Anrufe durchgefuehrt werden, Online-An-
rufer im BBS erlaubt sind usw.

[FAQ] Abk. fuer Frequently Asked Questions, dt. Haeufig gestellte
Fragen. Eine Zusammenstellung von Fragen zu einem bestimmten
Thema, gefolgt von den dazugehoerigen Antworten in Listenform.
Vielfach in File Areas abrufbar.

[Fido] im urspruenglichen Sinn: der amerikanische Hunde-Archetyp,
vergleichbar mit dem "Struppi" unserer Breiten. Tom Jennings
verwendete diesen Namen fuer seine BBS-Software.

[Fido-Adresse] eindeutige numerische Kennzeichnung eines Nodes im
Format Zone:Net/Node.Point

[File Areas] siehe Download Bretter

[file attach] "Beilage" einer Message in Form eines Files.

[file request] Moeglichkeit, eine Datei beim node in dessen System
per mail zu erfragen und diese sofort zu bekommen. Sehr schnell und
effektiv.

[Flame] Nachricht mit beleidigendem Inhalt. Koennen, wenn sie in einer
Echomail-Area geschrieben werden, zum Ausschluss aus der Area
fuehren. Sollten auch in Netmail vermieden werden (siehe hierzu unsere
Netiquette und der Lifenet-Mailchecker).

[FOSSIL] Fido/Opus/SEAdog Standard Interface Layer. Einheitliches
Software-Interface, ueber das DOS-Mail-Programme die
serielle Schnittstelle ansprechen

[Gateway] Uebergang von einem Netz in ein Anderes, also ein System,
welches die Aufgabe hat, Nachrichten aus einem in ein anderes Netz
zu uebermitteln. Gateways im Lifenet sind Albis Box, Shalom, Loben.
Viel genutzt ist z. B. LifeNet <-> Churchmail. Im LifeNet hat es
aber auch insbesondere die Bedeutung einer Schnittstelle zwischen
den verschiedenen Formaten, die innerhalb des Netzes benutzt wer-
den.

[Hatch][hatchen] Bezeichnung fuer das Einspeisen einer Datei in ein
Fileecho

[hold] Nachrichten und Files, die fuer ein anderes System
bestimmt sind, werden nicht weitergeschickt, sondern bis zum
naechsten Anruf des Empfaengers bereitgehalten. Sie stehen im
Hold-Status im Outbound-Subdirectory des Senders.

[host] [zeroth node] zentraler Node eines Fido-Netzwerks, erkenntlich
an der Nodenummer 0 (z.B. 77:7700/0). Aufgabe des Host-Nodes ist es
unter anderem, Nachrichten weiterzuleiten, die aus seinem Netz-
werk stammen oder fuer Nodes aus seinem Netzwerk bestimmt sind.
In der Kombination Node und Point uebt der bossnode
Host-Funktion aus. Im Internet gibt es das auch. ;-)

[ic] lautmalerisch fuer "I see", "ich verstehe".

[kludge] Informationen, die von manchen FidoNet-Programmen benoetigt
werden, sind hinter CTRL-A-Zeichen (^A) direkt im Text der
Nachricht versteckt. Diese kludges wurden eingefuehrt, weil
bestimmte Attribute im urspruenglichen Entwurf der Fido-
Message-Struktur nicht vorgesehen waren

[LifeNet e. V.] Traegerverein des Netzes LifeNet. Eine Mitgliedschaft
unterstuetzt und staerkt den Zusammenhalt im Netz. Aufgaben werden
leichter definiert und delegiert. Naeheres bitte erfragen beim Autor.

[magic] symbolischer Filename, der den request nach einen
oder mehreren bestimmten Files erlaubt, ohne dass der Node bzw.
Point, der den file request absetzt, den exakten Filenamen
kennen muss (ueblich z.B. fuer Files wie "Nodediff", "Nodelist").

[mail only] Betriebsmodus eines Mailers bzw. einer BBS-Software, in
der nur Anrufe von anderen Systemen beantwortet werden
(siehe ZMH). Online-Anrufer werden in diesem Betriebsmodus
zurueckgewiesen.

[mailer] Als Begriff der Fidowelt die Software, die zum Pointdasein
benoetigt wird, bzw. die das Versenden der Mails uebernimmt, meist
Teil eines Paketes von Pointsoftware zusammen mit weiteren
Programmen, z. B. tosser, purger. Im Internet werden als Mailer
teilweise MTAs (Mail Transport Agents) und/oder MUAs (Mail User
Agents), also die beiden Software-Pakete, die ausschliesslich
fuer den Transport oder das Lesen/Schreiben von eMails zustaendig
sind, bezeichnet.

[Mailing-Liste] Abonnierbarer E-Mail-Verteiler der einem bestimmten Thema
gewidmet ist, via Internet. Im Lifenet werden derzeit keine Mailing-
listen angeboten, allerdings gab es mal einen Testlauf und u. U. wird
erneut der Versuch gemacht, welche als Echos zu importieren. Dann
fiele fuer diese der Aufwand des Bestellens und Abholens ueber
den Provider weg.

[message header] fixer Bestandteil einer Message. Enthaelt
die Felder "From:", "To:", "Subject:", Datum, Uhrzeit, Origin-
und Destination-Node und diverse Attribute (private, kill/
sent, recv'd, in transit, crash, hold etc.)

[message thread] Kette von sinngemaess zusammengehoerenden
Nachrichten mit gemeinsamen Thema (subject): erkennbar am <-Betreff>,
durch threading im laesst sich eine Kette im mailer verfolgen

[Netmail] Gegensatz zur Echomail, eine nicht oeffentlich, aber ueber das
Netz an einen definierten Empfaenger gerichtete Nachricht. Wird auch
PM oder Personal Mail oder Private Mail genannt.
Der Inhalt der Nachricht ist nur fuer Absender, Empfaenger und die
technischen Betreiber ("Sysops") der Mailbox lesbar.

[Newsartikel] kurz: Artikel oder Posting. Beitrag eines Teilnehmers
an einer newsgroup, im LifeNet bisher nur ueber den LifeNet News-
server zu bekommen, die aber identisch mit den sonst hier ueblichen
Echos sind. Siehe Echomail, Echo

[NMH] siehe ZMH

[node] Knoten eines Netzwerks, eine einzelne Mailbox. Klein-
ster Bestandteil von Netzen.

[nodediff] Textfile, der spezielle Steueranweisungen fuer ein Edi-
tier-Programm enthaelt. Dieses Programm aktualisiert mit Hilfe
der Lifediff-Files die Lifelist. Die Extension der Lifediff-Files
besteht aus Zahlen, mit denen der Tag bezeichnet wird,
an dem die Lifediff erstellt wurde. Im LifeNet: lifediff.***

[nodelist] Gesamtverzeichnis aller LifeNet-Nodes der ganzen Welt.
Im LifeNet: lifelist.*** (die Zahlen ergeben den Tag des Jahres)

[off topic] Nachricht, die in der entsprechenden Gruppe
fehl am Platz ist

[origin] ist so etwas wie eine Visitenkarte des
Point-Systems oder der Mailbox. Anhand der "origin line" ist es moeg-
lich, den Ursprung einer Echomail-Message zu identifizieren. Der In-
halt dieser Zeile kann zum Teil vom Point- bzw. Mailbox-Betreiber
selbst beeinflusst werden, andere Elemente sind fix vorgegebener Be-
standteil. Eine "origin line" kann z.B. so aussehen:

---
* Origin: // Lebensinterface-Box // 73434 Aalen (77:7700/710)

Die "origin line" wird entweder vom Editor, vom Mail-Prozes-
sor oder von der BBS-Software nach einer "tear line" (---) am Ende
einer Nachricht angefuegt. Meistens ist nach den drei Bindestrichen
("dashes") der "tear line" noch der Name des Mail-Prozessors oder
des Editors vermerkt. Die "origin line" besteht aus " * Origin: ",
dem Namen des Point-Systems bzw. der Mailbox, einem (optionalen)
mehr oder weniger originellen Begleittext, und - getrennt durch
Leerzeichen und Klammern - der Adresse des Systems, von dem
die Message stammt.
Origins sollten nicht laenger als insgesamt 70 Zeichen
sein und nur Zeichen aus dem Bereich zwischen 20 hex und 7E hex ent-
halten; also z.B. keine Rechner-spezifischen Umlaute, Grafik- oder
Sonderzeichen. (Das Beispiel oben ist von CP Walny)

[plop] ploetzliche Unterbrechung einer Modem-Verbindung; meistens be-
dingt durch Leitungsstoerungen oder Software-Probleme. Moderne
Mailer-Software kann nach einem unterbrochenen File-Transfer
an der Abbruchstelle wieder "aufsetzen" und den verbleibenden
Rest der noch zu uebertragenden Files senden.

[Lifepoint] Liste aller Points im Nodelist-Format. (ptlife.z**, die
Dateiendung ist immer das Datum, d. h. Tag des Jahres als fortlaufende
Zahl)

[PGP] oder [Pretty Good Privacy] Programm zum Verschluesseln von
Nachrichten. Ist so gut, dass die amerikanische Regierung den Export
verboten hatte, jedoch nicht der ausgedruckten Quellcodes, darum gibt
es auch hier die gute 128-bit basierende Verschluesselung, die als
nicht zu knacken gilt.

[poll] Anruf, der von einem System getaetigt wird, auch wenn
momentan keine Nachrichten oder Files zu senden sind. Ueb-
licherweise "pollt" der Point den Bossnode in regelmaessigen Ab-
staenden, um fuer ihn bereitliegende neue Nachrichten abzuholen.
Bei automatisch ("unattended") arbeitenden FidoNet-Systemen
werden polls zu bestimmten Zeitpunkten meistens ueber events
gesteuert.

[Posting] Kurzform fuer News-Artikel im Internet (siehe dort)

[quote] Antwort auf eine bestimmte Message, die einen Teil der Ori-
ginal-Message in zitierter Form enthaelt. "Quote lines" sind
meistens durch das Zeichen ">" am Zeilenbeginn gekennzeichnet

[reply link] Wiederherstellen der Verweise und Bezuege innerhalb
eines Message-Areas; wird vom Mail-Prozessor meistens unmit-
telbar nach dem Importieren ("toss") neuer Echomail-Messages
durchgefuehrt.

[request] [file request] Anfordern bestimmter Files von einem ande-
ren System. Gegensatz: manueller Download in einer BBS.

[routen] nennt man das Versenden von Netmail, wenn sie nicht direkt
zum Empfaenger geschickt wird (siehe crash mail), sondern ueber
Zwischenstationen geht.Vorteil des routens: es kostet den Absender
weniger als crash mail. Nachteil: es dauert laenger, andere
Sysops koennen die Netmail lesen. Ist aber die uebliche Versendungs-
form im LifeNet und auch anderen Netzen.

[routing] Festlegung des Weges, den Nachrichten von einem System auf
den Weg in ein anderes System nehmen. Ueblicherweise werden
im LifeNet Nachrichten an einen Node eines Netzwerkes an dessen host
geschickt, der sie dann innerhalb seines Netzes weiterleitet.

[RTFM] read the f*****g manual; Standardantwort auf eine Frage, die
durch Lesen der Programm-Dokumentation zu beantworten ist.

[SEEN-BY lines] bezeichnen die Adressen der Systeme,
an die diese Nachricht gleichzeitig weitergeschickt wurde. Sie ent-
halten in einer oder mehreren mit "SEEN-BY" beginnenden Zeilen die
numerisch aufsteigend sortierten LifeNet(FTN)-Adressen jener Systeme,
bei denen diese Message zum Lesen oder zur weiteren Verteilung bereit
steht. Ein Beispiel:

--- APoint 1.1 beta 6
* Origin: Brettbetreuer von LIFE.D.VERBRAUCHERSCHUTZ (77:7700/1.8)
SEEN-BY: 310/105 7700/1 280 324 330 510 630 710 711 721 722
SEEN-BY: 7700/723 740 767 780 870 911 912 1091 3119 7102

"7700/1 280 324" usw. in obigem Beispiel bedeutet, dass im Network
7700 die Nodes 1 bis 7102 die Message "gesehen" haben.
Aus dem Netzwerk 310 hat der Node 105 die Message bekommen.
Beim Importieren ("toss") von Echomail-Messages wird ueber-
prueft, ob die Adresse des importierenden Systems in den "SEEN-BY
lines" enthalten ist. Sie sollte bereits dort stehen, denn beim
Exportieren ("scan") werden die FidoNet-Adressen dieser Systeme
eingefuegt, die an jenem Echomail-Area beteiligt sind, aus dem diese
Message stammt.
Die oben gezeigte Origin-Line ist ein Beispiel fuer Mes-
sages von einem Point (hier Point 8 von Node 1 im Netz 7700,
LifeNet (Zone 77)) - auch bekannt als Richard Gresser.

[snail mail] ("Schneckenpost") Jargonbezeichnung fuer eine Zusendung
auf dem normalen Postweg.

[spam mail] auch [junk mail] Meist benutzt fuer unliebsame
Werbesendungen oder auch fuer mail von in Ungnade gefallenen
Personen. Siehe [Twitfilter]

[Stichting LifeNet Nederland] das Aequivalent zum LifeNet e. V. in den
Niederlanden

[sysop] Technische Betreiber eines Systems im allgemeinen

[tossen] Importieren und Sortieren der ankommenden Nachrichten im System

[twitfilter] dt. Trottelfilter. Die meisten mailer bieten die
Moeglichkeit, Listen unerwuenschter Adressen von unliebsamen
Personen einzustellen, aber auch generell grobe Raster, die oft
bei Spam-Mail vorkommen. Die Ausfilterung von mail, die dieser in
der Liste enthaltenen Suchworte entspricht, geschieht beim Tossen
und der Benutzer bekommt so diese gar nicht zu Gesicht.

[uplink] System, von dem Nachrichten abgeholt werden und an das die
eigenen
Messages geschickt werden. Bei Points ist uplink dasselbe wie
bossnode.

[user] Jeder Benutzer eines DFUe Netzwerkes

[UUE] Keine Verschluesselung der Nachricht im eigentlichen Sinne. UUE,
XXE, Base64, oder Binhex ermoeglichen es, binaere Dateien in
Textdateien zu wandeln und somit portierbar fuer verschiedene
Netzformen zu machen. Viele gaengige Mailer haben die jeweiligen
Codierung oder Decodierung implementiert, so dass der User nichts von
der Existenz dieser Nachrichten merken.

[vierdimensionale Adresse] vollstaendige Fido-Adresse im Format
Zone:Net/Node.Point.

[Vollduplex] gleichzeitiges Senden und Empfangen. Beide Kommunikations-
partner teilen sich die Bandbreite des Uebertragungskanals.

[YooHoo] wird vom anrufenden FidoNet-System als Beginn des Hand-
shakes gesendet. Das angerufene System antwortet mit "2U2".

[ZedZap] Bezeichnung fuer eine Session, in der mit ZModem-Protokoll
mail und Files ausgetauscht werden.

[ZMH] Zone Mailing Hour; frueher: National Mailing Hour (NMH). Zeit-
spanne in der Nacht, in der Systeme nicht fuer Online-
Anrufer erreichbar sind, sondern ausschliesslich untereinander
Nachrichten austauschen. In Europa: 3:30 Uhr bis 4:30 Uhr;
waehrend der Sommerzeit eine Stunde spaeter.

[Zone] Das Lifenet ist Zone 77, Churchmail Zone 124. Im FidoNet gibt es
derzeit sechs Zonen. Zone 1: Nordamerika, Zone 2: Europa, Zone 3:
Ozeanien, Zone 4: Lateinamerika, Zone 5: Afrika, Zone 6: Asien.
Eine Adresse mit groesseren Zonennummern gehoeren also nicht zum
FidoNet, sondern zu einem der unzaehligen Netze, die auf Fido-
Technik basieren. Oder eben vorwiegend darauf basieren, wie das
LifeNet.

[ZModem] sehr leistungsfaehiges und effizientes File Transfer-Proto-
koll von Chuck Forsberg (Omen Technologies). Durch plop unter-
brochene ZModem-Transfers koennen an der "Bruchstelle" ohne
Datenverlust bei neuerlichem Anruf fortgesetzt werden.

[zonegate] Node, der zentral alle Netmails einer
Zone mit dem zonegate einer anderen Zone austauscht.