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Netiquette des Evangeliumsnetzes

Der folgende Text soll eine Anleitung für Teilnehmer unserer Foren darstellen.

Wie in jeder größeren Gemeinschaft, so gibt es auch in den Foren des Evangeliumsnetzes Grundsätze, die den Umgang regeln sollen.

Es ist nicht Ziel, einzuengen und zu beschränken, sondern einen Rahmen zu stecken, der dazu beitragen kann, Ärgernisse zu vermeiden und das Miteinander so zu gestalten, daß es für alle Teilnehmer bereichernd ist und Freude macht.

Wir wissen, dass im schnellen Hin und Her der Mails kaum jeder ständig alle unsere Punkte der Netikette vor Augen halten kann - doch alle nachfolgende Regeln haben ihren Sinn und ihre Begründung, die oftmals erst nach einer geraumen Zeit der Anwendung klar wird.

Nun aber genug der Vorrede:

Ursprünglich gab es ein Grundprinzip im FidoNet, das Tom Jennings, der Begründer der Fidotechnik, allen Teilnehmenden ans Herz gelegt hat:
"Thou shalt not excessively annoy others.
  Thou shalt not be too easily annoyed."

[Du sollst andere nicht übertrieben belästigen.
 Du sollst Dich nicht zu schnell belästigt fühlen.]

Dieses Prinzip gibt es auch hier. Da wir aber christliche Inhalte vermitteln, somit unsere Basis die Bibel bildet, heißt es bei uns:
"Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste aller Gebote ist: Höre,
Israel, der Herr, unser Gott, ist alleiniger Herr; und du sollst den
Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner
ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte und mit aller deiner Kraft!
Dies ist das vornehmste Gebot. Und das andere ist ihm gleich: Du sollst
deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Größer als diese ist kein
anderes Gebot." Markus 12:28-31
Im übertragenen Sinne ist der Inhalt dieser Bibelstelle für das Miteinander im Netz ebenso grundsätzlich, wie die Empfehlung Tom Jennings' ist.

Vergiß niemals, daß auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!

Beachte also:

Nachdem in die Tastatur getippt wurde, gibt es nach dem "Senden" keine Möglichkeit das Getippte aufzuhalten.

Allein auf Grund von ASCII-Zeichen kann ein Gegenüber nicht erkennen, ob eine Bemerkung ernst, scherzhaft oder ironisch gemeint ist. Auch fehlen Tonfall, Mimik - ja selbst Handschrift, die einen großen Teil unserer schriftlichen Kommunikation ausmachen können.

Daher:

        - Vorsicht mit Humor und Sarkasmus . Verwende Smilies , aber gehe
          sparsam damit um, damit sich der positive Effekt nicht
          abnutzt.
        - Deine Artikel sprechen für Dich - andere Information gibt es
          im Netz nicht über Dich.
        - Erst lesen, dann denken, dann nochmal lesen, dann nochmal
          denken
        - und dann erst abschicken. Bete über schwierige mails .
        - Denk an die Möglichkeit von Mißverständnissen.
       Schreibe deutlich .
        - Nimm Dir Zeit , wenn Du einen Artikel schreibst. Laß ihn ruhig
          eine Nacht liegen. Am nächsten Morgen fällt Dir meistens
          auf, was unverständlich ist, oder Dein Zorn ist verraucht.
        - Übe Toleranz . So wie Dir Fehler zugestanden werden, so mußt
          Du auch anderen das Recht zu Fehlern eingestehen.
          Beharre nicht darauf, "doch Recht gehabt" zu haben.

Fasse Dich kurz!

Niemand liest gerne Artikel, die mehr als 50 Zeilen lang sind. Denke daran, wenn Du Beiträge schreibst.

Natürlich kann eine Antwort schon mal ausführlicher ausfallen. Achte dann aber besonders darauf:

        - Dich nicht zu wiederholen,
        - nimm Bezug auf andere Beiträge, anstatt selbst etwas neu zu
         schreiben
        - zitiere ("quote") sinnvoll und
        - schreib kurz und prägnant.
Zum Zitieren: Mache Dir es zur Angewohnheit, nur gerade so viel Originaltext stehen zu lassen, daß dem Leser der Zusammenhang nicht verlorengeht. Das ist
        a) wesentlich leichter zu lesen und zu verstehen und
        b) keine Verschwendung von Ressourcen.

Verwende ruhig andere Medien

Wenn Du einen langen Text oder eine Liste  weiterleitest, dann frage Dich IMMER erst, ob das wirklich gewünscht wird. Und bedenke, daß besonders bei einfachen Fragen Dutzende andere vielleicht die gleiche Antwort geben werden wie Du.

Bevor Du große Datenmengen schickst, frag erstmal an, ob ein größerer Bedarf daran existiert.

Bedenke: Eine Information, WO etwas zu erhalten ist, ist viel besser und einfacher, als die Information selbst zu verschicken.

Vernachlässige nicht die Aufmachung Deines Artikels!

Es ist natürlich nicht zwingend, einen Schreibmaschinenkurs mitgemacht zu haben, jedoch ist es ratsam, sich mit den wichtigsten der "Regeln für Maschinenschreiben" (z. B. DIN 5008) vertraut zu machen.

Darüber hinaus sollten Punkte und Kommata selbstverständlich sein; durch Groß- und Kleinschreibung wird der Text leserlicher. Absätze lockern den Text auf, wenn sie an sinnvollen Stellen eingeschoben werden.

Achte auf die Betreffzeile

Wenn Du sie änderst, schreibe das explizit ("Betreff: <neues Betreff> , war: <altes Betreff> )" hinzu. Sonst fällt es schwer den Diskussionen zu folgen. Gleichzeitig prüfe beim Absenden der Nachricht, ob die Betreffzeile auch wirklich noch zu dem Text paßt, den Du gerade geschrieben hast. Wenn nicht, dann ist es für einen gelegentlichen Leser unmöglich, Nachrichten nach ihrem Betreff selektiv aus der Betreffauflistung zu lesen, da womöglich alle Mails in einem Forum nur ein einziges (unzutreffendes!) Betreff haben.

In der Netzgemeinde wird das Großschreiben von ganzen Wörtern mit dem "Schreien" in einen Gespräch gleichgesetzt und gilt meistens als Beleidigung. Darum sollte es weitestgehend vermieden werden.

Wer versucht durch aberwitzige Quote-Einleitungen ("Als die Putzfrau von <user> am <datum> beim Fensterputzen zufällig auf das Keyboard trat [..]") läuft genauso Gefahr, sich lächerlich zu machen, wie jemand, der nur durch riesige Signaturen/Footer mit wilden Malereien oder mit weisen Sprüchen anderer Leute zu glänzen versucht. Visitenkarten und HTML Mails sind in vielen Listen unerwünscht.

Weiter gehört in die Quoteeinleitung nicht das, was sowieso schon oben im Header der Nachricht steht. Zitiere keine Begrüßungen, Quoteeinleitungen, Verabschiedungen, gar Footer/Origins oder Mailerzusatzinformationen, wenn sie nicht von entscheidender Wichtigkeit für den Zusammenhang der Mail sind.

Beachte beim Quoten , daß Du nur das quoten solltest, was zum Verständnis nötig ist. Bemühe Dich, den Quoteanteil möglichst niedrig zu halten und kürze notfalls ganze Sinnzusammenhänge (3-4fach Gequotetes) mit wenigen eigenen Worten in eckigen Klammen zusammen, statt sie nochmal zu zitieren.

Du kannst Deine Texte formatieren . Bedenke aber, daß die Formatierung in einem Netzartikel anders auszusehen hat, als in einer Zeitung. Nur die wenigsten Editoren sind in der Lage, beim Quoten vormals sauber eingerückte Absätze (womöglich auch noch in Blocksatz) leserlich zu übernehmen. So etwas wird beim Quoten in der Regel ein heilloses Wörterchaos. Verzichte also nach Möglichkeit auf Blocksatz und schreibe nicht mehr als 80 Zeichen in eine Zeile , viele Editoren können sogar nur 72 Zeichen darstellen. Nochmals: Visitenkarten und HTML Mails sind meist unerwünscht in unseren Foren. Dadurch wird nur unnütz der Traffic aufgebläht und die Spendengelder, die unsere Arbeit tragen, vergeudet.

Kaum jemand wird dafür Verständnis haben, wenn Du in jeder Deiner Mails mehr als 3 Zeilen darauf verschwendest, Werbung für ein Dutzend anderer Netzanbieter zu machen, oder 20 weitere Emailadressen zu nennen. Reduziere also Footer incl. Verabschiedungen auf wenige Zeilen (als Richtwert könnte gelten <5 Zeilen) und verzichte auf Zeichen-Gemälde als Verzierungen. Sende keine gif oder andere Dateien mit, die den Aufbau einer besonders hübschen HTML-Mail zuließen. Dieses ist hier im Allgemeinen nicht erwünscht. Einzige Ausnahme stellt ein gif oder jpg dar mit Deinem Konterfei, welches Du zusammen mit einer Vorstellung in eine Liste schicken kannst. Auf gar keinen Fall sind Dateianhänge im Format bmp oder tif angebracht, da die Datenmenge immens hoch wäre.

Deine Aussage steht im eigenen Text

Die Gesamtgröße Deiner Nachrichten und die Menge der vor Dir neu getippten "Nutzinformationen" darin (dazu zählt nicht Anrede und Verabschiedung) sollten in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Es gibt viele Leser, die sich Nachrichten ab 50% Quoteanteil automatisch gar nicht mehr anzeigen lassen oder Nachrichten sofort ungelesen überblättern, bei denen das schlechte Quoteverhältnis oder die schlechte Textaufmachung auf den ersten Blick ins Auge springt.

Wenn Du Nachrichten aus anderen Medien (Zeitungen, Urteile etc.) übernimmst, so achte stets auf eine präzise Quellenangabe. Urteile ohne Aktenzeichen und Gerichtsort sind genauso wertlos, wie Quellenangaben "stand in der FAZ", da solche Informationen nur schwer nachvollziehbar sind und die Möglichkeit besteht, daß jemand mit gezielten Falschinformationen Verwirrung stiften will. Wenn Du Nachrichten aus anderen Bereichen weiterleitest, so lösche die überflüssigen Zusatzinformationen, also z.B. Tearlines. Wenn Du Nachrichten weiterleitest, die bereits weitergeleitet wurden, so entferne die Weiterleitungsinformationen bis auf die Angabe der Ursprungsdaten (Autors/Datum), denn alle anderen Informationen tragen lediglich zur Verwirrung beim Leser bei, wenn er durch einen Wust von einem halben Dutzend Weiterleitungsabsendern erstmal den Originalautor herausfinden darf.

Biete Informationen so dar, daß Deine Leser sie gern aufnehmen und nicht schon vom Lesen selbst Dir gegenüber in eine geistige Abwehrhaltung gehen.

Denke an die Leserschaft!

Wenn Du neu bist, so solltest Du Dir die Zeit nehmen, um etwa das Nachrichtenaufkommen einer Woche zu lesen, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, welches Klima und Niveau herrscht und Du beurteilen kannst, was gewünscht wird und was nicht.

Testmails nach dem Schema "Hallo, liest mich wer, bitte antworten!" nach Möglichkeit nicht senden. Wenn solche Mails dann doch auftauchen, nicht in der Liste antworten, sondern in privater mail.

Was nur Wenige interessiert, das schreibe privat

Vermeide Streitereien, die sich in persönlichen Differenzen begründen.

Bedenke, daß jemand, den Du öffentlich über Gebühr angreifst, sich in seiner Ehre verletzt fühlen und auf ähnliche Art antworten wird. Eine derartiges Verhalten führt zu Eskalationen, die für Unbeteiligte in der Regel nur von extrem begrenzten Interesse sind und bei Fortsetzung meist dazu führt, daß beide Beteiligte bei vielen Leuten im Twitfilter (dt. Trottelfilter) landen werden, ganz unabhängig davon, wer letztlich "im Recht" ist. D. h., auch nach Beendigung Eures Streites lesen viele andere Eure Nachrichten nicht mehr.

Weise nicht andere Teilnehmer öffentlich darauf hin, wenn Du der Meinung bist, daß deren Nachrichten überflüssig oder in einer falschen Liste sind. Bedenke, wie die Liste aussähe, wenn jeder Leser dieser off-Topics sich öffentlich über diese beschwerte ... Nutze für derartige Verweise Privatmail! Du wirst sehen, daß die meisten Leute wesentlich gelassener reagieren, wenn man sie auf ihr Fehlverhalten quasi "unter vier Augen" anspricht und nicht in der Öffentlichkeit bloßstellt.

Gib keine Privatmail ohne Einverständnis der Absenders an Dritte weiter! Die Veröffentlichung von an Dich gerichteter mail ohne Zustimmung des Absenders wird als extrem verärgernd empfunden.

Gib Deine Erkenntnisse weiter

Wenn Du eine Frage an die Netzgemeinde gestellt  und darauf Antworten per Mail empfangen hast, welche evtl. auch andere Leute interessieren könnten, fasse die Ergebnisse (natürlich gekürzt) zusammen und lasse damit auch die Foren von Deiner Frage profitieren.

Denk daran, daß Du Informationen und Anregung aus den Netz erhältst. Du solltest Dir daher auch Mühe geben, an das Netz etwas zurückzugeben. Wenn Du selbst auf einen bestimmten Bereich "firm" geworden bist, vielleicht sogar "dank" des Netzes, mache das Angebot, eine "FAQ" (Frequently Asked Questions) zu erstellen.

Dies gilt auch für interessante Lehren aus dem Gemeindeleben, Predigten u. Ä.

Das Netz als Informationsquelle für Ratsuchende bleibt nur dann attraktiv, wenn nicht nur Nutzer neu hinzukommen, die Fragen stellen, sondern sich auch in gleichem Maße mehr Leute finden, die bereitwillig und kompetent auf diese Fragen antworten.

Die Grenzen

Es gibt Grenzen der Toleranz in den Foren, genauso wie in der Gesellschaft. Diese werden üblicherweise durch den "guten Geschmack" oder die Gesetze festgelegt, allerdings auch durch den Moderator (Betreuer des Forums).

Beleidigungen, Verleumdungen, Diskriminierung von Minderheiten, Aufrufe zu Straftaten usw. werden ebensowenig geduldet wie Reklame.

Der Autor ist moralisch und sittlich für seine Texte voll verantwortlich, selbst wenn die Rechtslage in diesen Punkt noch unklar ist.

Wenn ein Benutzer mehrmals gegen diese Regeln verstößt und auf Abmahnung sein Verhalten nicht ändert, so ist der Moderator befugt, den Teilnehmer vom Bezug der Liste auszuschließen.

Dieses geschieht zwar sehr selten, aber auch, wenn es nicht so weit kommt, so wird die Sachdiskussion doch stark beeinträchtigt, wenn die meisten Nachrichten ausschließlich die Verfehlungen einzelner Teilnehmer und die Tätigkeit des Moderators zum Thema haben.

Es ist nicht Zweck unserer Listen, ausschließlich darüber zu diskutieren, welchen Zweck es denn hat und ob der Moderator seine Tätigkeit richtig ausübt. Bedenke immer, daß ein Moderator seine Aufgabe nur als Freizeitbeschäftigung ausübt im Evangeliumsnetz und außerdem wie jeder Mensch fehlbar ist. Auch ist es dem Moderator überlassen, wie dieser seine Tätigkeit ausübt.

Sei Lehrer und Schüler

Zwar gibt es Moderatoren und den Leitungskreis, aber diese sind nicht allmächtig und wollen es auch gar nicht sein.

Fehlverhalten von Neueinsteigern sind nichts Ungewöhnliches. Ziehe als Fortgeschrittener daher Neue nicht auf, sondern erkläre ihnen, was sie falsch machen. Sei aber selbst Dir auch nicht zu schade, etwas dazuzulernen.

Die Foren regulieren sich vorwiegend selbst. Das heißt, daß im überwiegenden Fall keine Eingriffe des Moderators oder des Leitungskreises nötig sind, da sich die Teilnehmer untereinander auf Fehlverhalten aufmerksam machen und somit für eine Klärung von verschiedenen Situationen sorgen können.

Beachtet hierbei folgende Grundsätze:

Römer 15,5  Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnt seid untereinander nach Jesu Christo,  6  auf daß ihr einmütig mit einem Munde lobet Gott und den Vater unseres HERRN Jesu Christi. 7 Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe.

1. Thessalonicher 5,11 Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut.


Basierend auf einem Infotext von Frank Simon überarbeitet von R. Otto Heydorn


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